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Die Schiffbrüchigen des Luftmeers - Drittes Capitel E

Vor dem Eilande bestand das Ufer in erster Reihe aus seinem, mit schwärzlichen Steinen gemischtem Sande, welche bei fallendem Wasser soeben wieder zum Vorschein kamen. In zweiter Reihe erhob sich eine Art Mittelwall von Urgebirge mit senkrecht abfallenden Wänden und wunderbar zerrissenem Kamme zu einer Höhe von etwa 300 Fuß. Dieser erstreckte sich wohl drei Meilen weit und endete nach der rechten Seite mit einer lothrechten, wie von Menschenhand bearbeiteten Wand. Nach links dagegen erniedrigte er sich, zerklüftet in prismatische Felsstücken in allmäliger Neigung bis zu der Stelle, wo er mit den Gesteinsmassen des Vorgebirges verschmolz.

Auf der Höhe des eigentlichen Plateaus wuchs kein einziger Baum. Jenes bildete eine glatte Fläche, ähnlich dem Tafelberge hinter der Capstadt am Vorgebirge der Guten Hoffnung, nur in verkleinertem Maßstabe. So wenigstens gestaltete sich der Anblick von dem Eilande aus. Uebrigens fehlte es rechts, hinter der erwähnten lothrechten Wand, nicht an Pflanzenreichthum, und leicht erkannte man große Strecken grüner Bäume, die sich bis über Sehweite hinaus fortsetzten. Dieses Bild erquickte das Auge, das von den langen Granitreihen ermüdet war.
Ganz zuletzt endlich überragte die scheinbare Hochebene, in einer Entfernung von mindestens sieben Meilen, ein weißer Gipfel, von dem die Sonnenstrahlen wiederglänzten. Er bestand aus einer Schneehaube, welche irgend einen entfernten Berg überdeckte.

Ob dieses Land eine Insel bilde, oder einem Continente angehöre, ließ sich vorläufig nicht entscheiden. Beim Anblick jener zerklüfteten Felsmassen, die sich zur Linken über einander häuften, hätte ein Geolog aber an deren vulkanischem Ursprunge gar nicht zweifeln können, denn offenbar waren sie die Erzeugnisse plutonischer Processe.

Aufmerksam betrachteten Gedeon Spilett, Pencroff und Harbert dieses Land, auf dem sie vielleicht lange Jahre verbringen oder gar auch ihr Leben beschließen sollten, wenn es sich außerhalb der besuchten Schiffswege befand.

"Nun, fragte Harbert, was sagst Du dazu, Pencroff?
- Ei, erwiderte der Seemann, da wird's hübsch und nicht hübsch sein, wie überall. Wir werdens ja sehen. Jetzt scheint aber die Ebbe eingetreten zu sein. In drei Stunden werden wir wohl über das Wasser gelangen können, dann richten wir uns ein, so gut es eben geht, und suchen Mr. Smith wieder aufzufinden."

Pencroff's Berechnung bestätigte sich. Drei Stunden später lag bei niedrigem Meere der größte Theil des Sandes, der das Canalbett bildete, frei. Zwischen dem Eiland und der Küste blieb nur noch ein schmaler Wasserarm übrig, der leicht zu überschreiten sein mußte.
Gegen zehn Uhr entledigten sich Gedeon Spilett und seine beiden Genossen ihrer Kleidung, hielten sie in einem Bündel über dem Kopfe und wateten durch das Wasser, dessen Tiefe fünf Fuß nicht überstieg. Harbert, für den auch das zu tief war, schwamm wie ein Fisch. Alle drei gelangten ohne besondere Schwierigkeiten an das jenseitige Ufer. Dort trockneten sie sich bald an der Sonne, legten die Kleidungsstücke, die sie ja vor Durchnässung bewahrt hatten, wieder an und berathschlagten, was nun vorzunehmen sei.

Quelle:
Die geheimnisvolle Insel
Bekannte und unbekannte Welten
Abenteuerliche Reisen von Julius Verne 1876

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Das Rechte und Schlechte

Mit frechen Feinden kriegen lassen, Und sie nur stets besiegen, Das wär schon recht! Doch ohn ein Schwert zu ziehen, Nur immer, immer fliehen, Ei, das ist schlecht! Mit immer tapfern Kämpfen, Des Feindes Rachgier dämpfen, Das wär schon recht! Mit Planen, die nichts taugen, Das Land nur auszusaugen, Ei, das ist schlecht! Aber das Blatt wendet sich, die stolzen Hoffnungen zerrinnen, die Jünglinge er kennen deren Trug und Nichtigkeit; Rustan erwacht körperlich aus dem Traum, der bisher ihm sein Leben vorspiegelte, und findet sich mit Vergnügen in der väterlichen Hütte, an der Seite seines Mädchens wieder. Sie hatte das Gefühl, er selbst sei in eine Flamme verwandelt. So bin ich jedenfalls gewappnet, notfalls auch zum Beidrehen. Die grauen Schieferkreuze sinken mit jedem Jahr hinab, hinab. Aber das passt auch in anderer Beziehung recht gut. Jetzt schauen sie sich nach den sieben Kinderleichen um. Beide Jünglinge kommen an Höfe großer Herren, beide werden Kriegshelden, beide dürfen um Fürstentöchter werben. Am besten mit den in diesem Beitrag angebenden Schritten. Man spricht nämlich von einfacher Brut (Generation) eines Insektes, wenn es in Jahresfrist seine Verwandlungsstufen nur einmal durchlebt, von zwei, drei Bruten, wenn dies in derselben Zeit öfters geschieht, und unterscheidet, wenn es sich um deren zwei handelt, zwischen Sommer- und Winterbrut. Die Sommerbrut des großen Kohlweißlinges, um ein Beispiel anzuführen, beginnt mit dem April oder Mai, zu welcher Zeit die Eier gelegt werden. Der Prater ist eine öffentliche Parkanlage, die zum größten Teil durch Auenlandschaften geprägt wird. Ein Städtetrip nach Wien ist ohne den Besuch von Schloss Schönbrunn mit integriertem Tierpark, von Schloss Belvedere und natürlich dem Prater nicht vollständig. Fiaker sind aus dem Wiener Stadtbild nicht wegzudenken und Rundfahrten zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt sind sehr beliebt. Mehr als einen Hauch majestätischen Glanzes spürt man auf der Hofburg, wo auch die Spanische Hofreitschule untergebracht ist. Weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt ist der Stephansdom, dessen mittelalterliche Pracht seinesgleichen sucht. Bei Singlereisen nach Wien steht ein Bummel durch das Zentrum der Stadt mit seinen prachtvollen Sehenswürdigkeiten ganz oben auf der Prioritätenliste. Staatsoper, Burgtheater und Rathaus sind weitere Ziele, die auf dem Besichtigungsprogramm nicht fehlen dürfen. […] Mehr lesen >>>


Verrottetes Felsgestein, bleicher Schädel

Sofern anschließend der aufgewirbelte Staub Sich senkt auf wüsten Schutt, Kommt das Unkraut Mit tastender Wurzel Geschlichen und wühlt sich In verrottetes Gestein; unvollkommen verscharrt doch im Schutt, Lugt zum garstigen Himmel empor Mit leeren Augenhöhlen Ein blässlicher Totenkopf - Dein blässlicher Kopf! Dein wertvoll Denkapparat! Alle standen ängstlich auf, Berengar erhob den Stock, das Tier machte einige Sätze, blieb aber auf einmal stehen, schnupperte, trabte auf Caspar zu, der bleich und stille saß, wedelte mit dem Schweif und leckte die herabhängende Hand des Jünglings. Ein bissiger Hund hatte seine Kette zerrissen und raste, Schaum vor dem Maul, in wilden Sprüngen umher, überrannte ein Kind, schlug einem Knecht, der ihn verfolgte, die Zähne ins Fleisch und stürzte gegen den Zaun des Daumerschen Gartens. Wolle Gott, daß ich sie nie gesehen hätte oder daß ich, nachdem ich sie sah, gestorben wäre! Sein Auge war ohne Stetigkeit und sein Mund eigentümlich gramvoll verzogen. Auf den Zehen schlich ich nach kurzer Zeit, da die Nachbarin mahnte, wieder hinaus. Eines andern Tages erhob sich im Nachbargarten großer Lärm. Den Meister aber sehen sie tot an einem Balken hängen. So, so? man hört gerne Geschichten von interessanten, geheimnisvollen Leuten? Mit einem lodernden ungewissen Blick sah es ihn an, voll Ergebenheit fast, eine Zärtlichkeit erwartend, und es war, als erbitte es Verzeihung. Der erste, der sich an Hickel wandte, war der junge Doktor Lang. Es fiel mir auf, daß das herrliche Geschöpf tastend in den Raum trat. Wie das Mädchen selbst, soll auch die Rose beschaffen sein, die von seiner Hand gebrochen wird. Eine Latte krachte unter dem Anprall, das Tier schlüpfte herüber und richtete die blutunterlaufenen Augen wild auf die kleine Gesellschaft, die unter der Linde saß: Daumer selbst, dessen Mutter, der Bürgermeister Binder und Caspar. Denselben ungewissen und ergebenen Ausdruck hatte auch Caspar im Auge; ihn jammerte der Hund, er wußte nicht warum. Doch wurde er bleich und schmal dabei und fing an, herumzuschleichen, wie ein Schatten an der Wand, aber immer mit lachendem Munde. Verrottet Fels Gestein bleich Schädel […] Mehr lesen >>>


Die Marktkapelle

Aber dorten, siehe! siehe! Dorten aus der Marktkapelle, Im Gewimmel und Gewoge, Strömt des Volkes bunte Menge. Blanke Ritter, schmucke Frauen, Hofgesinde, festlich blinkend, Und die hellen Glocken läuten, Und die Orgel rauscht dazwischen. Er verliert sich in dem Gewimmel der Fabelthiere, der phantastischen Ungeheuer der Erde. Don Fernando stralt wien König In dem güldnen Purpurmantel; Clara wie die junge Rose, Blüht im weißen Brautgewande. Ritterspiel und frohe Tafel Wechseln unter lautem Jubel; Rauschend schnell entfliehn die Stunden Bis die Nacht herabgesunken. Denn derweil der Tanz begonnen War sie nicht vom Sitz gewichen, Und sie sitzt noch bei dem Bräutgam; Und der Ritter sorgsam bittet: Sprich, was bleichen deine Wangen? Mit durchbohrend stieren Augen Schaut Ramiro auf die Holde, Sie umschlingend spricht er düster: Sprachest ja ich sollte kommen! Deine Worte treffen bitter, Bittrer als der Spruch der Sterne, Die da spotten meines Willens. Dumpfig und wie Bienensummen Klingt der Glocken Festgeläute, Lieblich steigen Betgesänge Aus den frommen Gotteshäusern. Prachtgebäude und Paläste Schimmern hell im Glanz der Sonne; Und der Kirchen hohe Kuppeln Leuchten stattlich wie vergoldet. Aber seine Zähne klappern, er ist krank, er hat weder Brod noch Wasser mehr in seiner Hütte, und die Hallucinationen fangen von neuem an. Ueberwinde nun dich selber, Komm auf meine Hnochzeit, Lieber. Immer schnarret hohl die Antwort: Sprachest ja ich sollte kommen! Er befindet sich an einer Küste unter den Bewohnern und Pflanzen des Meeres und des Landes; er kann Pflanzen und Thiere nicht mehr unterscheiden; die Schlingpflanzen winden sich wie Schlangen; er verwechselt die Welt der Pflanzen und der Steine mit der Menschenwelt; die Kürbisse sehen wie Busen aus; der babylonische Baum Dedaim trägt menschliche Köpfe als Früchte; Kieselsteine sehen Gehirnschalen ähnlich, Diamanten glänzen wie Augen. Zwei Stunden später am Abend hatte ich mich, nach langem sorglosem Schlendern, in einem Gewimmel schmaler, finsterer Waldwege verlaufen und suchte, je dunkler und kühler es wurde, desto ungeduldiger nach einem Ausgang. Und Ramiro? schaudert Clara, Und Entsetzen lähmt die Zunge. […] Mehr lesen >>>


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